Elektronische Ausweise bald europaweit gültig?

Der elektronische Personalausweis soll künftig auch im europäischen Ausland gelten, schlägt Neelie Kroes vor. Anfang Juni 2012 präsentierte die EU-Digitalkommissarin einen Vorschlag, wie Chipkarten-Ausweise über Landesgrenzen hinweg genutzt werden können.

Der Alltag der EU-Bürger soll erleichtert werden. Die Zukunftsvision sieht vor, dass der elektronische Personalausweis es bequem macht einen Wohnsitz anzumelden, ein Konto zu eröffnen. Zum Beispiel sollen sich Studenten online an einer ausländischen Universität einschreiben können. Wer im Ausland heiratet, soll ebenfalls Zeit und Geld sparen. Außerdem könnten Behörden ihren Verwaltungsaufwand reduzieren und Kosten einsparen.

Elektronische Ausweise in der EU

Zurzeit ermöglichen 15 EU-Länder sich online auszuweisen, darunter Deutschland, Italien, Spanien und Portugal. Doch bisher ist der elektronische Identitätsnachweis (eID) im jeweiligen Ausland ungültig. Das soll geändert werden. So sagt Kroes „Durch die gegenseitige Anerkennung nationaler elektronischer Ausweise können wir Millionen von Unternehmen und noch mehr Bürgern das Leben erleichtern“.

Seit zwölf Jahren existiert ein EU-Gesetz, dass die elektronische Signatur grenzüberschreitend verwendbar machen soll. Damit wäre die digitale Variante genauso gültig wie eine handschriftliche Unterschrift. Verträge könnten Europaweit elektronisch unterzeichnet werden.

Die Datensicherheit bleibe weiterhin Sache des Landes aus dem der Personalausweis stamme, konkretisierte Kroes ihren Vorschlag. Nun sind das Europaparlament und der Ministerrat gefragt, dem Entwurf zuzustimmen.

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